Skip to main content

Herzlich willkommen

Wir sind Nina und Melanie. Wir sind seit einigen Jahren als Lehrpersonen in der Ostschweiz tätig. Bereits im Bachelorstudium an der pädagogischen Hochschule beschäftigte uns das Thema „Burnout im Lehrberuf“. Immer wieder erschienen Artikel in den Medien oder wir hörten von Berufseinsteigern*innen, welche nach einem Jahr das Handtuch warfen. Auch in unseren ersten Berufsjahren war das Thema stets präsent. Es gesellten sich Erfahrungen im eigenen Umfeld zu den Erzählungen der vergangenen Jahre. Mit dem Studium an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik ergab sich die Möglichkeit, sich genauer mit dem Thema auseinanderzusetzen. Wir erfuhren viel über die Definition, Symptome, den Ablauf, die Behandlung und die Prävention von Burnout. Im Rahmen der Masterarbeit haben wir gemeinsam eine Website erstellt, welche Lehrpersonen helfen soll, aus dem Hamsterrad auszubrechen. Wir wollen, dass Lehrpersonen lernen die eigenen Ressourcen zu erkennen und zu stärken, dass sie Burnoutanzeichen frühzeitig erkennen und vermeiden können sowie mögliche Anlaufstellen aufzuzeigen, wenn der Prozess zu weit fortgeschritten ist. Auf unserer Website findet ihr:

Selbsteinschätzungstest

Bewältigungsstrategien

Anlaufstellen

Theoriewissen

Selbsteinschätzungstest

Du fragst dich, wie nahe du an einem Burnout bist? Mit diesem Test erhältst du eine ungefähre Einschätzung deiner Situation. Wichtig: Dieser Test ist keine professionell getätigte Einschätzung und ersetzt weder ein ärztliches Gespräch noch eine Diagnose. Wende dich bei Verdacht auf Burnout an die aufgeführten Anlaufstellen.

14

Fragen
5

Minuten
1

direktes Feedback

Strategien zur Bewältigung

Was kann ich selbst tun?

Damit ein Burnout gar nicht erst entstehen kann, sind unterschiedliche Kompetenzen notwendig. Zum einen schützt das Wissen über die Definition und den Verlauf vom Burnout dies zu erkennen, des Weiteren helfen die eigenen Ressourcen durch belastungsintensive Situationen zu kommen und zu guter Letzt ist Prävention immer besser als Intervention:

Unterstützungsmöglichkeiten!

Es gibt unterschiedliche Unterstützungsmöglichkeiten, welche du mit der Schulleitung und der SHP in deinem Schulhaus besprechen und beantragen kannst:
Klassenassistenz
Zivi
Seniorin / Senior (Seniorenprogramm in Flawil)
Zusätzliche SHP-Lektion
Entlastung von Ämtchen / Teilnahme von Anlässen

Sofortmassnahmen privat

Um ein Burnout zu vermeiden, gibt es unterschiedliche Strategien. Oft wünschen sich Lehrpersonen niederschwellige Übungen, welche sofort umgesetzt werden können. Hier findet ihr eine Auswahl davon.

Kurze mentale Auszeiten

Entspannungsverfahren (5 min), beispielsweise eine Meditation

Tapetenwechsel, bzw. Ortswechsel

Orte meiden, welche mit Stress verbunden sind, z. B. Unterricht draussen, Schulzimmerwechsel

Bewegung


kurzer Spaziergang, Übungen an Ort und Stelle, sportliches Hobby

Freizeit mit positiven Personen verbringen

fixe Termine im Kalender einplanen und auch wahrnehmen

Austausch mit Freunden/Familie

Sprich mit deinem Umfeld über deinen Alltag und über Situationen, die dich belasten.

Sofortmassnahmen im Schulalltag

Zeitmanagement

Versuche deine Zeit effizient zu nutzen und realistische Zeitpläne zu erstellen, um den Arbeitsaufwand zu bewältigen. Priorisierung von Aufgaben und Delegation kann helfen Überlastung zu vermeiden.

Unterstützung suchen

Es ist wichtig, dass ihr euch im Team gegenseitig unterstützt und um Hilfe bittet, wenn ihr diese benötigt. Schulen können auch Ressourcen wie Beratungsdienste (siehe Telefonnummern) oder Supervision anbieten, um euch bei der Bewältigung von Stress zu unterstützen.

Pausen einhalten

Regelmässige Pausen während des Schulalltags sind wichtig, um Stress abzubauen und Energie zu tanken. Ihr solltet auch Urlaubstage nutzen, um euch zu erholen und wieder aufzuladen.

Grenzen setzen

Lernt «nein zu sagen» und setzt klare Grenzen, um Überlastung zu vermeiden. Seid euch bewusst, wann es notwendig ist, zusätzliche Verantwortlichkeiten abzulehnen oder um Unterstützung zu bitten.

Anlaufstellen

Die Sofortmassnahmen genügen in deiner Situation nicht, um die berufliche Belastung zu reduzieren? Hier findest du die Anlaufstellen deiner Arbeitsgemeinde sowie allgemeine Anlaufstellen für Unterstützung.

Allgemeine Anlaufstellen

Dargebotene Hand: Tel. 143 (24 h), auch Chat über www.143.ch (von 10 bis 22 Uhr)

Website für Psychologen: www.psychologie.ch


Flawil

ZEPRA |  Unterstrasse 22, 9001 St. Gallen  | This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. | Tel. 058 229 87 60

Schulleitung Feld & Alterschwil |  This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.| Tel. 071 393 10 63

Schulleitung KG & Botsberg | Tel. 075 430 65 02

Schulleitung Grund |  This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. | Tel. 075 430 65 00

Schulleitung Enzenbühl |  This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. | Tel. 071 390 05 26

Schulsozialarbeit |  This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. | Tel. 079 871 37 07


Gaiserwald

Schulsozialarbeit | This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. | Tel. 079 935 21 28 | This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. | Tel. 079 681 59 21

Schulleitungen:

Schulhaus Grund | This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. | Tel. 071 311 43 18

Schulhaus Ebnet | This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. | Tel. 071 311 27 40

Schulhaus Engelburg | This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Beratungsdienst Kanton St. Gallen | This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. | Tel. 058 229 45 94

Theoriewissen

Was versteht man unter Burnout:

Burnout ist ein Zustand extremer Erschöpfung, der sich im Laufe eines Prozesses entwickelt. Es beginnt mit einem starken Engagement und dem festen Willen, unabhängig von den Umständen Höchstleistungen zu erbringen. Durch anhaltenden Druck, kombiniert mit intensivem Engagement und zu wenig Erholungsphasen, geraten Menschen früher oder später an ihre Grenzen. Ein Burnout entwickelt sich meist allmählich und bleibt oft lange Zeit unbemerkt von den Betroffenen.

Es zeigen sich drei charakteristische Merkmale:

  1. Emotionale Erschöpfung Diese äussert sich darin, dass eine Person sich emotional, körperlich und geistig ausgelaugt und erschöpft fühlt.
  2. Zynismus und Distanzierung Dies zeigt sich in einer gleichgültigen und distanzierten Haltung gegenüber der Arbeit, den Kunden, Patienten oder den Arbeitsaufgaben.
  3. Reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit Es entsteht das Gefühl, trotz grosser Anstrengung immer weniger leisten zu können. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten schwindet.

Prävention und Intervention

Mit dem 5 Säulenmodell der Identität von Petzold (1993) werden die verschiedenen Handlungsebenen genauer erklärt:

5 Säulen der Identität (Petzold, 1993)

Wer wir sind und was uns ausmacht beruht auf den oben abgebildeten Säulen. Sie bilden die Grundlage unserer Lebensbalance (Petzold, 1993). Die fünf Säulen sind unterteilt in die Bereiche Leiblichkeit, Soziales Netzwerk, Materielle Sicherheit, Arbeit & Leistung und Vision, Werte.

Die Säule Leiblichkeit beinhaltet alles, was mit Körper und Geist zu tun hat. So beispielsweise, die körperliche und mentale Gesundheit, das aktuelle Wohlbefinden, Selbstwertgefühl, Aussehen, Leistungsfähigkeit usw.) (ebd.).

Die zweite Säule Soziales Netzwerk beschreibt alle energiespendenden Beziehungen, welche eine Person führt. Es werden private wie berufliche Kontakte berücksichtigt. Auch Beziehungen zu Tieren zählen dazu (sofern sie ausgleichend wirken) (ebd.).

Materielle Sicherheit setzt sich aus dem Besitztum, Salär, evtl. auch Kulturkreis und ähnlichem zusammen. Zu der vierten Säule gehört die berufliche Leistung. Ergänzt werden diese mit Leistungen, welche in Vereinen, Verbänden, aber auch im Haushalt erbracht werden.

Abgeschlossen werden die fünf Säulen mit dem Bereich Vision und Werte. Sie entscheiden, wie wir unser Leben führen und an welchen Werten wir uns orientieren. Sie geben uns eine Handlungsrichtung vor. Damit ein Leben im Einklang mit den eigenen Werten gelebt werden kann, ist es essentiell, dass man sich diesen bewusst ist und versucht nach ihnen zu leben (ebd).

Geraten die Säulen aus dem Gleichgewicht, stellt sich eine Unzufriedenheit ein. Die Säulen können mit bewusster Arbeit an ihnen gestärkt werden. Dies erfordert das Wissen darum und Strategien entsprechend zu handeln. Es sollte eine Säule nach der anderen gestärkt werden (ebd.).

Quelle: Petzold, H. G. (1993). Therapie. Modelle, Theorien und Methoden . Paderborn: Junfermann.

Weiterführende Websites

https://www.kmu-vital.ch/ - Betriebliche Gesundheitsförderung

https://www.burnoutexperts.ch/ - Schweizer Expertennetzwerk fur Burnout (SEB)

https://zepra.info/ - Prävention und Gesundheitsförderung